Werbung

Jessica Springsteen - Born to Ride

Tuesday, January 3, 2017 - 13:22

Den Reitsport professionell ausüben zu können, ist der Mädchentraum Vieler - so auch für Jessica Springsteen, die als Tochter des legendären Rockstars „The Boss“ Bruce Springsteen sich ebensogut auf dessen Lorbeeren hätte ausruhen können. Doch vom Rampenlicht hält sich die ambitionierte 24-jährige ebenso fern wie von Skandalen oder Star-Allüren. Mit Bodenständigkeit und Disziplin hat sie sich zu einer der vielversprechendsten Nachwuchstalente des US-amerikanischen Springsports hochgearbeitet - und das ganz ohne „Promi-Bonus“.

Als Tochter eines der legendärsten Rockmusiker der USA könnte sich Jessica Springsteen getrost zurücklehnen und das Leben genießen – so, wie es viele ihrer Altersgenossen aus ähnlichem familiären Umfeld häufig tun und dies auch noch (für alle Welt sichtbar) in den sozialen Medien zelebrieren.

Doch Jessica Springsteen ist alles andere als ein verwöhntes Gör mit dickem Konto und einem Skandalbuch, so prall gefüllt wie das von Lindsay Lohan: keine Sex-Tapes, keine Ausraster vor laufender Kamera, keine Alkohol- oder Drogenexzesse. Ja, man könnte fast behaupten, Jessica Springsteen ist ungewöhnlich langweilig für die Tochter eines Rockstars. Aber einem Leben in Saus und Braus auf Kosten ihres Vaters Bruce kann die junge US-Amerikanerin einfach nichts abgewinnen – stattdessen hat sie andere Ziele, und die sind nicht nur ambitioniert, sondern auch zum Greifen nahe.

Mit 24 Jahren zählt Jessica Springsteen zu den größten Nachwuchstalenten, die der US-amerikanische Springsport zu bieten hat. Sie hat ihre lebenslange Leidenschaft, die Pferde, zum Beruf gemacht und sich in nur wenigen Jahren von einer vielversprechenden Amateurreiterin zu einer der besten U30 Springreiterinnen des Landes hochgearbeitet. Gemeinsam mit Kolleginnen wie Lucy Davis und Reed Kessler führt sie eine neue Genration von Springreiterinnen an, die es bereits in jungen Jahren unter die Top 50 der Weltrangliste geschafft haben – und sich dort konstant halten. Ob nun bei der Longines Global Champions Tour, den Longines Masters oder der frisch aus der Taufe gehobenen Global Champions League – längst hat Springsteen nationale Turniere gegen internationale Großevents eingetauscht und tritt bei den wichtigsten Prüfungen im professionellen Springsport Seite an Seite mit den besten Springreitern der Welt an. Zuletzt nahm sie mit einem Trainerwechsel von Laura Kraut und Nick Skelton zu Edwina Tops-Alexander und dem „Stal Tops“ in Valkenswaard einen wichtigen Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte Springsteens trotz ihres berühmten Vaters ganz normal, im zarten Alter von vier Jahren. Nachdem ein Erdbeben ihre Familie (sie hat einen jüngeren und einen älteren Bruder) von Los Angeles zurück in Bruce Springsteens Heimatstaat New Jersey geführt hatte, begann ihre Mutter Patti Scialfa bei einem Stall unweit des Hauses der Familie Reitstunden zu nehmen. Natürlich wollte es ihr die kleine Jessica sogleich nachtun – was damals jedoch noch keiner wusste: der Stall sollte sich zu einer der besten Talentschmieden des Landes entwickeln, sodass Springsteen bis zu ihrem 18. Lebensjahr eben dort trainierte und die Grundsteine für ihre spätere, äußerst steile Karriere im Profisport legte.

Obwohl sich Springsteens Ergebnisse in der laufenden Saison sehen lassen können (darunter finden sich unter anderem einige Platzierungen bei 5-Sterne Grands Prix), weiß die junge Springreiterin, dass sie noch einen weiten Weg zu gehen hat, bevor ihre Leistung ihrem Anspruch und ihren Zielen entspricht. Zu diesen gehörte auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen diesen Sommer in Rio de Janeiro, ein großes Ziel, das die 24-jährige seit ihrer Nominierung als Ersatzreiterin bei den Spielen 2012 in London hartnäckig verfolgt. Doch dann die große Enttäuschung im April dieses Jahres: unter den zehn Namen, die die United States Equestrian Federation als mögliche Kandidaten für die Olympischen Spiele bekannt gibt, ist Jessica Springsteen nicht dabei. Als hätte sie es geahnt, erklärte sie noch wenige Monate zuvor in einem Interview mit dem US-amerikanischen V Magazine: „Im Moment ist mein bestes Pferd, Vindicat, verletzt, und obwohl ich mehrere andere Pferde habe, kann keines davon auf dem Top-Level mithalten. Das ist leider keine ideale Situation. Aber es ist wie in jedem anderen Sport auch – man kann nicht immer gewinnen.“
Pech im Spiel, dafür aber Glück in der Liebe! Während Springsteen aufgrund der Verletzung ihres besten Pferdes also gerade nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen kann, läuft es dafür in der Liebe umso besser. Seit über einem Jahr datet sie den wohl heißbegehrtesten Reitsportler der USA, den 33-jährigen Polo-Beau Nicolas Roldan. Kennengelernt haben sich die beiden in Wellington, wo Springsteen am alljährlichen Winter Equestrian Festival teilnahm und Roldan einen Polostall besitzt. Gemeinsam geben die beiden ohne Zweifel das heißeste Paar des US-amerikanischen Reitsports ab und haben nicht zuletzt durch ihren Promi-Status absoluten Glamour-Faktor. Und trotzdem: ihre Beziehung ist so normal, wie sie bei einem so erfolgreichen Paar eben sein kann: Wochenendtrips ins Disneyland, Turteln bei einem Spiel der Miami Heat, Pärchenselfies und chillen am Pool vor einem Konzert von Papa Bruce – auf Instagram lässt sich das Liebesleben der beiden verfolgen und – wir geben es ganz offen zu – beneiden. Doch bei den beiden scheint es weit mehr als ein heißer Sommerflirt zu sein: der Ausdruck in ihren Augen verrät, dass es Liebe ist und es die beiden wirklich ernst miteinander meinen. Jessica Springsteen scheint es tatsächlich geschafft zu haben,

den Frauenschwarm Roldan zu bändigen, und er scheint in ihr endlich eine Frau gefunden zu haben, die seine Liebe zum Polosport und vor allem zu den Pferden nachvollziehen, ja sogar teilen kann.

Nicht zuletzt die Beziehung zu Polo-Star Roldan hat Springsteen noch mehr ins Rampenlicht gerückt, als es ihr Nachname sowieso schon tut. Immer häufiger erscheint sie auf den Titelblättern von namhaften US-Magazinen, zuletzt verpflichtete Polo Ralph Lauren die hübsche Brünette als offizielle Markenbotschafterin, nachdem sie sich von ihrer Partnerschaft mit GUCCI gelöst hatte. Es ist selten, dass eine Reitsportlerin solch einen „VIP-Status“ erlangt, wie es Springsteen in den letzten Jahren geschafft hat. Das ist freilich zum einen ihrem berühmten Vater zuzuschreiben. Gleichzeitig zieht sie durch ihr Aussehen, ihren Lifestyle und ihre bodenständige Art Bewunderer nur so an und verkörpert für diese das absolut perfekte Gesamtpaket einer jungen, attraktiven und erfolgreichen Sportlerin, die bei allem Rummel um ihre Person den Boden unter den Füßen nicht verloren hat und ein ganz normales „Jersey Girl“ geblieben ist. 
Eine Reitsportkarriere kurz vor dem Abheben, sieben Pferde - jedes so teuer wie ein Luxuswagen -, ein Zuhause in New Jersey und Florida sowie einen Freund zum Dahinschmelzen – ach ja,  und einen Abschluss in Psychologie von der Duke University. Während manche Neider Springsteen vielleicht vorwerfen mögen, sie habe als Tochter einer der reichsten Celebrities der USA das alles und noch viel mehr auf dem Silbertablett serviert bekommen, sind wir begeistert von der jungen Springreiterin, die sich ihre Karriere ohne Zweifel hart erarbeitet hat – denn auf dem Platz wird dir nichts geschenkt, auch nicht, wenn du Jessica Springsteen heißt.
 

 

Photos: Longines Global Champions Tour
 

 

Werbung